Dienstag, 18. Oktober 2011
Meiner Meinung nach ist fast alles, was jemals über die Liebe
geschrieben wurde, wahr. Shakespeare schrieb: "Die Reise endet, wenn
Liebende sich treffen." Oh, was für eine außergewöhnliche Vorstellung.
Ich schätze, dass ich mehr über die Liebe nachdenke, als einem gut tut.
Und dauernd staune ich über ihre ungeheure Kraft unser Leben zu
verändern und uns zu beherrschen. Shakespeare war es aber auch
allerdings, der schrieb: "Liebe macht blind." Das ist etwas, wovon ich
genau weiß, dass es wahr ist. Bei einigen verblasst die Liebe nach und
nach, auf ehr unerklärliche Weise. Andere haben sich schlichtweg
verloren. Aber natürlich kann man die Liebe auch finden; und sei es nur
für eine Nacht. Und dann gibt es noch eine andere Form der Liebe. Die
grausamste von allen. Die, die ihre Opfer fast umbringt. Man nennt sie
die unerwiderte Liebe. Und darin bin ich Experte. Die meisten
Liebesgeschichten handeln von zwei Menschen, die sich ineinander
verlieben. Aber was ist mit den Übrigen? Was ist mit unseren
Geschichten, bei denen sich nur einer verliebt? Wir sind die Opfer einer
einseitigen Liebesaffäre. Wir sind die Verfluchten unter den Liebenden.
Wir sind die Ungeliebten. Die mit dem leichten Knacks. Die Behinderten,
die nicht in den Genuss von großen Parkplätzen kommen.
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