Wir sehen in der Gegenwart nur das Schlechte und in der Vergangenheit nur das Gute. Das Lächeln eines Exfreundes weckt mehr in uns, als es sollte. Warum? Weil die schönen Worte, die schönen Momente in uns ablaufen, mit Soundtrack wie in einem kitschigem Liebesfilm. Uns wir sehen nur das erste Liebesgeständnis oder das erste Treffen. Was wir nicht sehen sind die Momente, die uns genervt haben. Die Momente, wo alles falsch schien. Die Momente, die uns dazu brachten die Beziehung zu beenden. Ein Lächeln, das einen aus der Bahn wirft. Kopf gegen Herz. Heute gewinnt der Kopf. Danke, für die schöne Zeit, aber vor allem für die weniger schöne. Wir lernen Alle anders. Ich stell' mir vor, wie du vor mir stehst. Und ich sage dir all' die Dinge, die du hören solltest. Die, die so lange schon in meinem Rachen brennen. Jedes einzelne von ihnen. Ich würde still und langsam reden. Ruhig, aber fließend. So wie die Tränen auf dem Weg durch mein Gesicht. Es ist manchmal einfach so, als könne ich das Alles nicht loslassen, weil ich es nie laut sage. Und sage ich es laut, bist du nicht die Person, die es hört. Du wirst es niemals sein. Hab' fast die ganze Woche jeden Tag von dir geträumt. Von deinem Lachen und der Art wie du mich flüchtig angesehen hast. Ich versuch' so lange jeden Funken, der mich an dich errinert zu verbannen. Vergeblich. Und langsam kommt es mir so vor, als würde ein Teil in mir dich gar nicht vergessen wollen. Als wärst du ein Zeichen für all' das Schöne in meinem Leben. Tränen. Klar, ich werde es vermissen. Unsere blöden Witze, unlogischen Unterhaltungen und jedes deiner Standartworte. Ich hab' mich da in etwas verstrickt, das ich gar nicht wollte. Ich wollte dich, aber nicht so. Du gabst mir das Gefühl, dass es nicht anders geht. Ich frage mich ob wir in der Zukunft noch normal miteinander umgehen werden können. Ich denke nicht. Und natürlich finde ich es sinnlos, finde es schmerzlich und schade. Aber vielleicht ist das Leben so? Vielleicht kommen Menschen um uns etwas zu zeigen, etwas beizubringen? Und wenn wir es verstanden und gelernt haben, gehen sie wieder? Vielleicht bist du einer dieser Menschen? Oder ich bin es für dich? Ich hab' mir versprochen nicht mehr an diese Sache zu denken und ich lenke' mich gut ab. Aber die Einsicht schmerzt. Und je mehr ich dich loslasse, desto mehr glaube ich, dich nie wieder halten zu können. Ich wünsche dir das allerbeste. Immer. Ich wollt' dir heute alles sagen. Alles, was ich weiss von dir. Vorgenommen hatte ich es mir ja schon lange. Aber irgendwie war der Schock zu groß, dass es dir alles egal ist. Ja? Nein? Egal! Ich versteh' dich nicht. Ich wusst nicht wohin mit meinen Gedanken in der letzten Zeit. Wusste nicht was richtig ist, was falsch. Ich bin über all' die Worte gestolpert, die du zu mir gesagt hast. Die wunderschönen Worte. Ich hab' mir eingebildet, dass du der Richtige bist. Nur weil du so viel Schönes zu sagen hattest. Ich wollte es zu sehr, wollte dass es klappt. Wollte einmal das Mädchen sein, über das es Blogs gibt. Wollte dein Mädchen sein. Im Grunde genommen hatte ich mich in die Vorstellung von uns zwei verliebt. Hab' mich an deiner starken Schulter gesehen, wie einst an diesem Abend. In einer zarten Umarmung, die dann auch folgte. Ich spüre heute noch den Kuss auf meiner Stirn. Und ich beginne zu verstehen. Manchmal ist das, was wir wollen, nicht das was wir brauchen. Du hättest mir so viel geben können, so viel schönes. Alles, was ich wollte. Aber es wäre nie genug, nie vollkommen. Weil ich etwas anderes brauche. Ich wüsste viel zu gerne was . Manchmal frage ich mich, wieso manche Menschen an Dingen festhalten, die sie zerstören. Aber dann seh' ich dein Gesicht vor Augen und es fällt mir wieder ein.
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